Vom Jein zum Ja!


Cover
Stefanie Stahl
Vom Jein zum Ja!
Bindungsangst verstehen und lösen. Hilfe für Betroffene und ihre Partner

Als die Psychotherapeutin Stefanie Stahl ihr erstes Buch über Bindungsängste schrieb („Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen“), war sie eine Pionierin auf diesem Gebiet. Es gab kaum Fachliteratur, geschweige denn Ratgeber dazu. Doch viele Menschen haben genau dieses Problem: Sie hadern mit ihren Beziehungen, haben das Gefühl, immer an den falschen Partner zu geraten, oder sind unfähig, wirkliche Nähe in einer Beziehung aufzubauen. Oder sie führen eine Beziehung mit einem Menschen, die sie unglücklich macht, weil sich der Partner oder die Partnerin immer wieder zurückzieht.

In ihrem ersten Buch „Jein!“ beleuchtet Stefanie Stahl das Phänomen der Beziehungsangst von allen Seiten. Inzwischen hat sie Hunderte von Menschen zu diesem Thema beraten und ihnen geholfen. Ihre Seminare sind regelmäßig ausgebucht. Nun geht Stefanie Stahl einen Schritt weiter und bringt in „Vom Jein zum Ja!“ ihre Erfahrungen der letzten Jahre auf den Punkt: Sie zeigt dem Leser und der Leserin Schritt für Schritt, wie sie sich von ihren Beziehungsängsten befreien können. Wer das Buch aufmerksam liest und sich auf die Übungen einlässt, hat gute Chancen, sich endlich auf andere Menschen einlassen zu können – vielleicht das erste Mal in seinem Erwachsenenleben.

Weitere Bücher von Stefanie Stahl:
Leben kann auch einfach sein!
So bin ich eben!
Jein! Bindungsängste erkennen und bewältigen

Test Bindungsangst

1. In einer festen Liebesbeziehung…
a) Überkommen mich oft Fluchtgedanken
b) Hätte ich gern, gerate aber immer an die Falschen
c) Fühle ich mich wohl und aufgehoben

2. Es ist mir schon (öfter) passiert…
a) Dass mir nach der ersten Verliebtheit heftige Zweifel an meinem Partner gekommen sind
b) Dass ich mir von einem Partner zu viel habe gefallen lassen
c) Dass ich in einer langjährigen und glücklichen Partnerschaft lebe

3. Die Erwartungen, die mein Partner an mich stellt…
a) Lösen in mir Druckgefühle aus
b) Versuche ich alle zu erfüllen
c) Gleiche ich mit meinen eigenen Wünschen und Bedürfnissen ab


4. In einer Partnerschaft…
a) Benötige ich viel persönlichen Freiraum
b) Neige ich dazu, an meinem Partner zu klammen
c) Verbringe ich sehr gern Zeit mit meinem Partner, mache aber auch Dinge für mich allein

5. Ich habe öfter Angst…
a) Von meinem Partner zu sehr vereinnahmt zu werden
b) Dass mein Partner mich verlässt
c) Weder noch: Meine Partnerschaft vermittelt mir Sicherheit

6. An meinem Partner nervt mich…
a) dass er ständig gemeinsam mit mir planen will
b) dass er so wenig Zeit für mich hat
c) eigentlich wenig

7. Intensive Momente der Nähe
a) Lösen in mir Fluchtimpulse aus
b) Machen mir Angst, meinen Partner wieder zu verlieren
c) Kann ich einfach genießen

8. Meine Wünsche und Bedürfnisse…
a) Kann ich am besten ausleben, wenn ich allein bin
b) Richte ich nach denen meines Partners aus
c) Kann ich in meine Partnerschaft gut einbringen

9. Öfter mache ich mir Sorgen
a) dass ich meinen Partner nicht so lieben kann, wie er mich liebt
b) Dass ich von meinen Partner zu abhängig bin
c) Ich mache mir eigentlich wenig Sorgen um meine Partnerschaft

10. Wenn die Partnerschaft über das Anfangsstadium hinaus ist…
a) Verliere ich häufig das sexuelle Interesse an meinem Partner
b) Verliert mein Partner häufig das sexuelle Interesse an mir
c) Wird der Sex zwar weniger, ist aber immer noch gut


11. Meine Gedanken drehen sich häufig darum…
a) Wie ich mich den Ansprüchen meines Partners entziehen kann
b) Wie ich meinen Partner stärker an mich binden kann
c) Um Dinge, die gerade in meinem Leben anstehen


12. Es passiert mir immer wieder, dass…
a) Ich meine Gefühle für meinen Partner plötzlich verliere
b) Dass ich unheimlich verliebt in einen Partner bin, der sich nicht wirklich auf mich einlässt
c) Dass ich mich in meiner Partnerschaft glücklich und geborgen fühle




Auswertung

Die Näheflüchter (überwiegend a))
Du verliebst dich zwar immer wieder, aber nach der verliebten Anfangszeit überkommen dich Zweifel, ob er oder sie wirklich der oder die Richtige ist? In dieser Phase der Beziehung angekommen, stehst du deinem Partner sehr zwiegespalten gegenüber: Einerseits möchtest du die Partnerschaft nicht beenden, andererseits überkommen dich immer häufiger Fluchtgedanken. Du fällst immer mal wieder in emotionale Funklöcher, die deinen Partner sehr verunsichern. Es entsteht eine unglückliche Dynamik: Je verunsicherter dein Partner ist, desto mehr Nähe und Verbindlichkeit fordert er ein. Hierdurch fühlst du dich zunehmend unter Druck gesetzt und ziehst dich noch mehr zurück. Irgendwann erscheint dir dann die einzige Rettung, dass du die Beziehung beendest.
Ausweg: Dein Problem ist, dass du dich schnell fremdbestimmt fühlst. Die Erwartungen deines Partners lösen deshalb Druckgefühle in dir aus. Es fällt dir schwer, dich auf eine angemessene Weise selbst zu behaupten und deine Bedürfnisse in der Partnerschaft zu vertreten. Anstatt also zu sagen, was du willst und was du nicht willst, flüchtest du, um deinen Freiraum zurück zu erobern. Besser wäre es, wenn du lernen würdest, deine Wünsche und Bedürfnisse in der Beziehung zu vertreten. Eigentlich willst du es deinem Partner nämlich zu 100% Recht machen. Hierdurch hast du jedoch schnell das Gefühl, dich selbst zu verlieren. Je mehr du jedoch deine Wünsche und Bedürfnisse in die Partnerschaft mit einbringst, desto weniger äußeren Freiraum wirst du benötigen, um dich wie ein freier Mensch zu fühlen. Freiheit findet nämlich im Kopf statt – und nirgendwo sonst.

Die Klammeräffchen (überwiegend b)
Du suchst dir immer wieder Partner aus, die sich nicht wirklich auf die Beziehung mit dir einlassen und/oder die sehr schwierig sind. Unglücklicherweise findest du nämlich Partner, die sich fest an dich binden wollen, eher langweilig. Du kannst im Kampf um deine schwierige Partnerschaft einen unheimlich langen Atem entwickeln. Dabei lässt du dir auch zu viel von deinem Partner gefallen. Das Problem ist, dass du – gerade, weil er sich nicht fest an dich bindet – unheimlich verliebt in ihn bist und deswegen nicht los kommst. Du kämpfst darum, von ihm geliebt zu werden und strengst dich unheimlich an, ihm zu gefallen. Im Innersten glaubst du nämlich, es läge an dir, dass er sich nicht wirklich auf die Beziehung einlässt. Deswegen ist deine größte Horrorvorstellung auch, dass er dich verlässt und noch schlimmer: Wegen eines anderen Partners verlässt.
Ausweg: Du steckst in der Gefühlsfalle - gerade, weil dein Partner so ambivalent ist, bist du unheimlich verliebt in ihn. Nichts steigert die Gefühle nämlich so sehr wie Verlustangst. Wenn dir dein Partner zu Füßen läge, wäre er gar nicht mehr so attraktiv für dich. Das Problem ist, dass du aufgrund der vielen Zurückweisungen, die du erfährst, sehr gekränkt bist. Dein Partner soll dir diese Wunde heilen, indem er sich endlich voll und ganz zu dir und der Beziehung bekennt. Und mit diesem Lösungsversuch hängst du an der Angel. Du musst dich unbedingt unabhängiger von der Anerkennung deines Partners machen. Konzentriere dich auf andere Dinge in deinem Leben: Hobbies, Freunde, deinen Job. Es geht darum, dass du dich selbst erfüllst und hierdurch deinen Selbstwert stabilisierst. Tu dir Gutes und lenk dich von deinen traurigen Gedanken ab. Je unabhängiger du dich für deinen Partner machst, desto attraktiver wirst du auch für ihn.

Die Glücklichen (überwiegend c)
Du bist in einer glücklichen Beziehung angekommen und kannst dich auf deinen Partner einlassen, ohne an ihm zu klammern. Du genießt die Nähe in deiner Partnerschaft -sie gibt dir Geborgenheit und Sicherheit. Dein Partner und du habt ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen. Ihr bringt beide Eure Wünsche und Vorstellungen mit in die Partnerschaft ein und ihr könnt hierüber kompromissbereit verhandeln. Überhaupt könnt ihr offen über alles reden und müsst Euch nicht hinter Masken verstecken. Natürlich gibt es manchmal auch etwas schärfere Auseinandersetzungen zwischen euch, danach findet ihr aber zu eurer gewohnten Harmonie zurück und seid nicht nachtragend. Du kannst dich auf deinen Partner verlassen, so wie er sich auf dich. Der Sex ist zwar nicht mehr so leidenschaftlich wie in der verliebten Anfangszeit, aber ihr könnt ihn nach wie vor genießen. Gemeinsam könnt ihr durch Dick und Dünn gehen.



ISBN: 978-3-8319-0570-6
176 Seiten
Format: 14 x 22 cm; Klappenbroschur
Preis: 14.95 EUR (D), 15.40 EUR (A)
3. Auflage

Autorenportrait

Stefanie Stahl
ist 1963 in Hamburg geboren und dort aufgewachsen. Sie studierte Psychologie an der Universität Trier. Seit 1993 arbeitet sie als Buchautorin und Psychotherapeutin in freier Praxis in Trier.

Stefanie Stahl is a German psychologist and was born in Hamburg, Germany, where she grew up. She studied psychology at the German University of Trier. Since 1993 she has had her own practice in Trier, where she works as a psychotherapist and gives seminars in the German speaking area. Stefanie Stahl is the German psychological expert on commitment phobia. She is a bestseller author of advice literature on subjects such as partnership, (re-)building self-esteem, and commitment phobia.
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